Der Weg dorthin...

Ich wurde schon des Öfteren gefragt, welche Wege es zum Kamera-Assistenten gibt.
 
Bei Kameraassistenten muß man erstmal unterscheiden, ob man Film oder "EB" machen möchte. Das sind zwei Gebiete, die nicht viel miteinander zu tun haben. Film behinhaltet alles was auf Film gedreht wird, meistens 16 mm. Also auch Fernsehspiele, Serien (die "Besseren") und z.T. Dokumentationen (eher selten).
 
"EB" bedeutet elektronische Berichterstattung, und schließt alles ein, was auf Video (meistens Beta oder Digibeta) gedreht wird. Also hauptsächlich Nachrichten, Aktuelles, Tagesgeschehen.

1. Der "offizielle" Weg:

Du besuchst eine Filmhochschule wie die dffb in Berlin, HFF in Potsdam etc.
Ich war auf der Staatlichen Fachschule für Optik und Fototechnik (SFOF) in Berlin (2 Jahre Kameraassistentenschule). Leider existiert die Schule in dieser Form nicht mehr. Sie wurde inzwischen an die Technische Fachhochschule (TFH) angegliedert und beinhaltet ein Diplom-Kamerastudium, welches 3 oder 4 Jahre dauert. Dieses Studium ist aber meines Erachtens nicht mit einem Hochschulstudium vergleichbar!

2. Der "Quereinsteiger"-Weg:
Du machst ein Praktikum bei einer Videoproduktionsfirma (wenn dir EB mehr liegt) oder bei einem Filmgeräteverleih. Hier in Berlin gibt es zB. ARRI Intervision, FGV Schmiedle, Cine Service, CineGate... Dabei kann man schonmal Kontakte knüpfen und Material-Assistenzen machen. Das muß man dann einige Zeit machen, und irgendwann ergibt es sich, meistens bei Hochschulfilmen dann auch mal Kamera-Assistenz zu machen.

Ich hoffe, ich habe weitergeholfen und wünsche dir viel Erfolg bei deiner "Laufbahn"!